Vergangenheit
Ich erinnere mich an riesige Berge in meiner Kindheit, an Stimmen in verschiedenen Sprachen, die sich ungeniert in meinem Kopf mischten, an den Geschmack von zerkauten Zigarettenstummeln am Strand, das Gefühl von Glück, wenn ich meine kleinen Füße in Kuhfladen badete, an den Geruch von alten Frauen in klapprigen Bussen, an den Geschmack von Nebel, wenn der Hahn krähte. Mein Leben war von Anfang an unreal und märchenhaft. Geboren in Georgien, dem heutigen Abchasien, aufgewachsen in der DDR, der heutigen BRD.
Die Schwarzweisswerbung wurde über Nacht zur bunten Realität. Es roch, als würden die Leute den ganzen Tag rosa Zuckerwatte essen und Hubabuba pupsen. Und die DDR, ein vergessenes Mütterchen im Altersheim. Für mich als Kind wurde ein ungeträumter Traum zur Realität. Was ist eigentlich Realität? Und wie schnell kann sie sich ändern? Und wer steuert sie? Und wenn ja, darf ich auch mal?
Diese Verschiebungen sind vermutlich deutliche Prägungen. Vielleicht muss Wandel kein Bruch sein, sondern einfach Teil des Lebens. Vielleicht haben wir mehr Einfluss darauf, als es die gefühlte Wahrheit suggeriert. Ich habe gelernt, in Spannungen aufzuwachen, in Unsicherheiten Sinn zu finden und Veränderungen als natürlichen Rhythmus anzuerkennen. Dass Wahrheit nicht immer das Sichtbare ist, bleibt einem dabei nicht verborgen.
Ich wuchs in einer sehr musisch- intellektuellen Umgebung auf. Viele Freunde, hitzige Diskussionen bis tief in die Nacht, georgische Künstler die bei uns wohnten und malten und viel viel Streit um Politik und Literatur, nichts was ich je verstanden hätte, doch sicherlich prägte es mich auch auf die eine oder vielleicht doch eher andere Weise. Und dazwischen Familie. Nähe, Widerspruch, Wärme, Reibung. Dass Liebe nicht glatt ist aber gerade dann etwas wachsen kann. Dass Schmerz Tiefe schenkt, wenn man ihn nicht wegschiebt. Und dass ausgerechnet Leichtigkeit aus Schwere geboren wird ist geradezu irreal und so wunderschön. Warum also soll Entwicklung gerade laufen, wenn’s auch schön geht.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass jede Wahrheit solange ihren Anspruch auf Realität verteidigt, bis eine neue Wahrheit es schafft sie zu beanspruchen. Realität und Wahrheit sind also nicht das Gleiche? Gut zu wissen, denn damit kann ich arbeiten.
Gegenwart
Gegenwart ist für mich unser höchstes Gut. Sie ist der einzige Ort, an dem Leben tatsächlich geschieht, spürbar, wandelbar, echt. Je bewusster wir uns in ihr bewegen, desto wertvoller wird die Qualität unseres Lebensgefühls. Vergangenheit und Zukunft lassen sich nur aus der Perspektive der Gegenwart begreifen. Sie existieren nicht außerhalb unseres Erlebens im Jetzt. Aus dieser Gegenwärtigkeit heraus wird Veränderung greifbar, im Denken, im Fühlen, im Handeln.
Das Mental-Gym ist entstanden, weil ich glaube, dass wir Menschen in unserer Einzigartigkeit, mit allem was uns bewegt, stärkt oder blockiert, einen Raum für Bewusstsein brauchen. Ich fand den Gedanken naheliegend, dass es ein Mental-Gym braucht und bin erstaunt, dass Gyms das nicht längst in ihr Angebot integrieren. Durch Meditation vergrößert sich das zuständige Areal für Glück in unserem Gehirn. Diese Fähigkeit zur Veränderung nennen Wissenschaftler Neuroplastizität. Glück ist also trainierbar. Was für ein schöner Gedanke.
Seit 2019 begleite ich Klienten in Einzelsitzungen dabei, Klarheit zu gewinnen, Vertrauen in die eigene Wahrnehmung zu entwickeln und wieder in Verbindung mit sich selbst zu kommen. Ich arbeite mit Offenheit und feiner Aufmerksamkeit für das, was zwischen den Zeilen geschieht. Systemisches Coaching bedeutet für mich nicht, Lösungen vorzugeben, sondern Räume zu öffnen, in denen Bewusstheit, Mut und Selbstvertrauen wachsen dürfen.
In besonderen Momenten leite ich Gruppen, etwa Aufstellungen oder das Zukunftslabor. Diese Formate ermöglichen kollektive Erkenntnisse und das Erleben von Handlungsfähigkeit. Sie sind Ausnahmen, weil sie besondere Aufmerksamkeit erfordern und genau deshalb von großer Wirkung sein können.
Gegenwart ist für mich ein Bewusstseinszustand außerhalb der Zeitachse. Sie ist sowohl Zustand, als auch lebendiger Prozess.
Zukunft
Ich glaube, dass Zukunft nichts Abstraktes ist, das irgendwann auf uns zukommt, sie entsteht hier und jetzt, in jedem Gespräch, jedem Gefühl, jedem Tagtraum, jedem Gedanken, jedem mutigen Schritt und jedem Unbewussten.
Mich bewegt die Frage, wie wir als Menschen unsere Fähigkeit zum Gestalten zurückgewinnen können. In einer Welt, die sich spürbar verändert, ist es sinnvoll, Räume zu schaffen, in denen Visionen lebendig werden dürfen und Intuition & Handlungsfähigkeit wieder Platz haben.
Dass Zukunft lebendig wird, wenn wir sie in die Gegenwart holen. Wenn wir uns erlauben zu spüren, zu experimentieren und zu lieben, entsteht Bewegung und aus dieser Bewegung wächst etwas Neues, Echtes, Menschliches. Bewusstsein ist für mich der Zauberstab für Zukunftsgestaltung und wir alle besitzen diese Magie.
Kommentare & Erfahrungen
Selbstcoaching / Waldspiegel / Tools
Zugegeben, es war mein erstes Selbst-Coaching. Wie sollte das funktionieren, ich kenne mich doch, inklusive aller Ausreden und Vermeidungstaktiken. Meine Skepsis war groß und dennoch haben wir es gewagt. Den Einstieg hat Lija begleitet - empfehlenswert, aber nicht notwendig, meine Einschätzung jetzt danach.
Die Tools aus dem Buch, mit Anleitung und Hilfestellung schaffen es Dir ein Bild von Dir selbst zu zeigen, eines welches Du vielleicht nicht kanntest. Dir eine Strategie zu zeigen, wie Du mit Dir selbst umgehen kannst, um so Deine Herausforderungen selbst besser anzugehen. Okay, es braucht Disziplin sich mit sich selbst hinzusetzen, das muss ich zugeben. Vermutlich war das das Schwerste an dem ganzen Prozess, die Zeit für sich selbst zu finden. Aber auch das ist machbar.
Danke Lija, für die Zeit und die Tools.
Das Coaching von / mit Lija war super. In jeder Phase hatte sie die richtigen Instrumente, um mir zu zeigen wie ich mir selbst am besten helfen kann. Mir gefiel besonders gut wie verständlich und universell ihre Methoden sind. Ich konnte die Methoden schnell in meinen Alltag integrieren und meine Ziele erreichen. Jederzeit wieder!
Ein Erlebnis!
So würde ich es in einem Wort mit Lija beschreiben. Ich wusste nicht, was mich erwartet, weil ich vorher noch nie bei einem Coaching gewesen bin. Mittlerweile habe ich bei 3 Waldspiegeln mitgemacht. Es ist jedesmal eine große Bereicherung für mich gewesen und ich freue mich schon aufs nächste Mal!
BIS GLEICH...
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